[Update!] BUILD 2015 Spezial: Windows 10 geht in die “Insider Preview” und lernt Android & iOS – Download verfügbar!

Im Zuge der heute beginnenden Entwicklerkonferenz, die alljährlich vom Redmonder Softwareriesen Microsoft abgehalten wird, hätte es schon stark verwundert, wenn im Zuge dieser Veranstaltung nicht weitere Infos zum kommenden Betriebssystem Windows 10 gekommen wären.
In der Tat gibt es neue Infos zur im Sommer erscheinenden Version.

Dass eine neue Vorabversion im Anmarsch sei, berichteten wir ja bereits gestern. Nun wird es konkreter.
So dürfte im Rahmen der heute gestarteten BUILD-Konferenz die Windows 10 Build 10074 an die Teilnehmer des “Insider Programms” verteilt werden. Ein Indiz dafür ist die Tatsache, dass auf den Microsoft-Servern bereits entsprechende ESD-Dateien (Electronic Software Distribution) zu finden sind, aus denen sich entsprechende ISO-Abbilder erstellen lassen. Inzwischen sind die ISO-Dateien als Download verfügbar!

Zwar hat das Kind nun doch einen anderen Namen, als wir zunächst annahmen. Doch dürfte Windows 10 mit dem Verlassen des “Technical Preview”-Status seiner Fertigstellung näher kommen.
Natürlich ist auch die Build 10074 noch immer eine Vorabversion, die möglichst nicht produktiov genutzt werden sollte, da sie auch noch etwas unfertig wirkt.
Dennoch kommt diese der endgültigen Version immer näher.

Auch die Build 10074 bringt einige Neuerungen mit sich, welche zeigen, dass Microsoft aus der Vergangenheit gelernt hat und mehr auf Kundenfeedback hören will.

“Aero Light” – ein bisschen Windows 7 kommt zurück

So wird Windows 10 wohl auch so etwas wie “Aero Light” bekommen. Das bedeutet, dass Transparenzeffekte, welche unter Windows 7 sehr beliebt waren, nun auch unter Windows 10 zu einem gewissen Grad zurück kommen wird. Dies bedeutet, dass im Bereich des Startmenüs und der hinteren Taskleiste ein Durscheinen des Hintergrundes zu erkennen ist. Allerdings ist dieser Look zunächst nur auf den Desktop-Modus beschränkt.Ebenso wird dieser Effekt noch nicht für alle Themes angewandt, sondern muss in den it der Build 10074 mitgelieferten Themes aktiviert werden. Wählt man ein Theme, welches über ein Microsoft-Konto synchronisiert wurde, so findet der Effekt keine Anwendung.
Zwar mag dies auf “offiziellem Wege” nicht gehen. Dies schließt aber nicht aus, dass es grundsätzlich möglich ist.
Es lässt sich also auch für andere Themes aktivieren. Dazu muss man lediglich den Registry-Editor (Win+R und regedit.exe ausführen) öffnen und sich zum Eintrag HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Themes durchhangeln. Dort findet man den Eintrag EnableBlurBehind, dessen Wert auf 1 gesetzt werden muss. Damit die Änderung angewandt werden, muss sich der Nutzer erneut am System anmelden. Der Aero-Effekt ist dann für alle Themes nutzbar und bleibt es auch weiterhin.

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Cortana  – Kosmetik für die Sprachassistentin

Teilnehmer des Insider-Programms haben inzwischen die Möglichkeit, den mit Windows 10 eingeführten Sprachassistenten “Cortana” zu nutzen.
Bereits in vergangenen Builds war dierser dem Anwender bereits nutzbar gemacht worden und wirkte weitestgehend fertig.
Doch hat sich Microsoft dazu entschieden, diesen noch einmal etwas “aufzuhübschen”.
So wird Cortana aus dem Startbutton heraus eingeblendet, was den Assistenten nun deutlicher als einen integrativen Bestandteil des Systems darstellt.

So ist das “Hamburger”-Menü nicht mehr einfach in der oberen linken Ecke, sondern wurde in eine farblich abgehobene Seitenleiste integriert. Klickt man auf das Menü, so werden entsprechende Menüpunkte aus der Seitenleiste heraus eingeblendet.
Android-Nutzer werden diese Darstellungsweise aus dem Play-Store kennen.

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Windows Sounds – Windows in neuen Tönen

Windows-User der ersten Stunde werden wissen, dass es bei Windows immer eine Konstante gab, die sich so gut wie gar nicht geändert hat.
Diese Konstante war meist der Sound des Systems.
Doch bringt Microsoft auch in diesem Bereich frischen Wind in das System. So wirken die neuen Sounds akkustisch bedeutend angenehmer.
Damit ihr euch selbst ein Bild machen könnt, haben wir hier ein paar ausgewählte Sounds für euch zum Vorhören:

Aktives Fenster in den Hintergrund bewegen

 

Inaktives Fenster in den Vordergrund bewegen

 

Push-Meldung für neue Nachrichten

 

Kalender-Benachrichtigungen

 

E-Mail-Benachrichtigungen

 

Messenger-Benachrichtigungen

 

Allgemeine Systemhinweise

 

Meldungen der Benutzerkontensteuerung

 

Live-Tiles mit 3D-Effekt

Wer bereits mit windows 8.x vertraut ist, dem werden Live-Tiles vertraut sein. Diese zeigen meist interaktive Inhalte an. Man hätte denken können, hier gäbe es keine Optimierungsmöglichkeiten. Gibt es doch!
So wurden diese in der Build 10074 mit einem 3D-Effekt versehen, was das gesamte Bedienkonzept noch einmal etwas aufwertet.Zwar funktioniert dieser Effekt zunächst nur bei Microsoft-eigenen Apps. Dass dieser aber auch bei anderen Apps funktionieren wird, ist allerdings sehr wahrscheinlich.

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Apps – Give me some Android!

Apropos Apps!
Es heißt ja, was man an eigenen Sachen nicht auf anderen Systemen zum Laufen bekommt, holt man sich eben von anderen Systemen ins Haus.
Dies will Microsoft offenbar in Bezug auf Android befolgen.

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So wird der in in der Szene bekannte Entwickler Paul Thurott voraussichtlich auf der BUILD-Konferenz die geplante Integration von Android-Apps in Windows 10 ankündigen.
Zumindest geht aus einem Blog-Eintrag von ihm hervor, dass diese wohl für Windows 10 auf allen Plattformen angekündigt werden solle.
Ein weiterer Hinweis dafür ist auch die Integration einer entsprechenden Schnittstelle, auf welche der Entwickler Rafael Rivera basierend auf einer MSDN-Dokumentation in einem Tweet verweist.

So unterstützt Visual C++ für Cross-Platform Mobile Development nun die Android-API-Level 19 und 21, was sich an die Android-Versionen 4.4 und 5.0 richtet.
Dies könnte natürlich gleichermaßen für Mobil-Sparte von Windows faktisch den Todesstoß bedeuten. Ob dem allerdings wirklich so ist, wird sich zeigen.
Ob diese Änderung bereits mit der kommenden Build 10074 einzug halten wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht bekannt.

Gerade erhielten wir die Meldung, dass sich mit geringem Afwand auch iOS-Apps unter Windows 10 zum Laufen bringen lassen. Hierbei wird auf den für iOS geschaffenen Code “Objective C” zurück gegriffen. Auc lässt sich hier entsprechender Code über Visual Studio kompilieren. Grundsätzlich sei dies offenbar schon länger möglich. Mit Windows 10 soll diese Kompatibilität allerdings großflächig gewährleistet werden. Bezogen werden können diese dann über den Store.
Auch will Microsoft die Integration von Linux-Anwendungen unter windows 10 ermöglichen.

In-App-Billing via Desktop

Was bisher nur für Smartphone-Nutzer möglich war, soll nun auch für den Desktop kommen.
So soll es Windows 10-Nutzern nun auch im Desktop-System und auf Tablets möglich sein, innerhalb einer App Käufe zu tätigen, was so bisher nicht möglich war. Die Abrechnung erfolgt hierbei über den jeweiligen Netzbetreiber. Hier will es Microsoft offenbar der Konkurrenz von Apple nachmachen.

Webseiten als App

Wie Myerson auf der BUILD-Konferenz ankündigt, soll es möglich sein, entsprechenden Code einer Webseite in einer App zu verpacken und somit die Webseite als eine Windows App laufen zu lassen.

Aus “Project Spartan” wird “Microsoft Edge”

Tester bisheriger Windows 10 Builds konnten bereits erste Eindrücke des IE-Nachfolgers “Project Spartan” sammeln.
Nun steht der offizielle Name fest. “Microsoft Edge” soll der künftige Browser heißen.
Dieser soll unter anderem auch die Nutzung von Add-Ons unterstützen.
Neben einem neuen Design besticht dieser nicht nur durch ein wesentlich schlankeres Design, sondern läuft auch bedeutend flüssiger, als man es vom Vorgänger, dem Internet Explorer kennt.
Voraussichtlich soll auf der “New Tab”-Seite auch die Einbindung anderer Apps möglich gemacht werden.

Darüber hinaus sollen auch Add-Ons anderer Browser (z.B. Chrome) in “Edge” integriert werden können.

Update 23:24 Uhr:

Inzwischen ist die “Insider-Preview” für alle Teilnehmer des “Insider Programm” zum Download verfügbar!
Bezugen werden kann diese über die in den bereits verteilten Vorabversionen integrierte Aktualisierungsfunktion.
Dabei erfolgt eine Verteilung an aller Tester. Somit ist es egal, obe man in den Aktualisierungseinstellungen “Fast Ring” oder “Slow Ring” aktiviert hat.

Auch wenn es sich hierbei um die Build 10074 handelt, scheint sich diese doch von der auf der BUILD-Entwicklerkonferenz gezeigten Version zu unterscheiden.
De facto dürften auch die entsprechenden ISO-Dateien in Kürze zum Download bereit stehen.

Update 23:51 Uhr:

Inzwischen stehen auch die entsprechenden ISO-Dateien zum Download zur Verfügung!
Diese könnt ihr hier herunter laden.

Zur Anmeldung ist eine Anmeldung über ein Microsoft-Konto erforderlich!

Um die Windows 10 Insider Preview zu aktivieren, kann folgender Produktschlüssel verwendet werden: 6P99N-YF42M-TPGBG-9VMJP-YKHCF.

Da es sich noch immer um eine Vorabversion handelt, ist auch weiterhin von einem Produktiv-Einsatz abzuraten.
Folgende Hardware-Anforderungen werden an euer System gestellt:

  • rozessor: 1 GHz oder schneller mit Support von PAE, NX und SSE2
  • Arbeitsspeicher: 1 GB für 32-bit, 2 Gigabyte für 64-bit
  • Festplatte: 16 Gigabyte (32-bit) bzw. 20 Gigabyte (64-bit)
  • Grafikkarte: DirectX 9-fähig mit WDDM 1.0 oder höher

Anmerkung der Redaktion: Da uns zum derzeitigen Zeitpunkt die Build 10074 noch nicht vorliegt, können wir euch leider noch keine Screenshots der optischen Neuerungen präsentieren.
Diese werden wir in den Artikel einpflegen, sobald uns eine entpsrechende Version vorliegt. Wir bitten um Verständnis!

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