Im Fokus: IE-Nachfolger “Microsoft Edge” und die Zukunft des IE

Wie wir ja bereits gestern berichteten, wurde im Rahmen der gestern beginnenden Entwicklerkonferenz BUILD der offizielle Name des IE-Nachfolgers vorgestellt.
Bisher war der Name “Project Spartan” als Projektname im Umlauf.

Doch nicht nur der Name des neuen Browsers ist inzwischen bekannt.
Denn im Rahmen der Präsentation wurde auch verstärkt auf das Thema Add-Ons eingegangen.
Bereits in unserem Artikel von gestern berichteten wir euch, dass eine Unterstützung für Erweiterungen anderer Borwser kommen soll.
Beim Thema Add-Ons kommt einem da natürlich sofort das Thema “Werbeblocker” in den Sinn. Denn unter jedem anderen Browser ist dies zumeist die erste Erweiterung, die vom Nutzer eingerichtet wird.

Beim IE war dies bisher immer äußerst problematisch. Denn grundsätzlich gab es erst einmal für den Internet Explorer keinen Ad-Blocker.
Die Variante über die “Tracking-Schutzlisten” war eher eine unzufriedenstellende Lösung, da diese im schlechtesten Falle eine Webseite völlig unbenutzbar machen konnte.

Ad-Blocker kommt für IE – besser spät, als nie

Natürlich wird mit der Auslieferung von Microsoft Edge die Entwicklung des IE nicht gänzlich eingestampft. Ganz im Gegenteil.
Ab 01. Juni 2015 wird dem Nutzer des IE ein Hinweis eingeblendet, wenn eine verdächtige Webseite versucht, Schadcode in das System einzuschleusen oder versucht, den Nutzer zu täuschen.

Laut Microsoft Malware Protection Center wird man die sog. “Evaluation Criteria” aktualisieren, womit der Nutzer vor irreführender Werbung geschützt werden soll, die oftmals gefährlichen Schadcode in das System bringt.
Hierzu werden auch die Bewertungskriterien des “Smart Screen Filter” deutlich verschärft.
Eine entsprechende Meldung des Filters würde dann wie folgt aussehen:

Internet-Explorer-Irrefuehrende-Werbung-1430400698-1-12

Ist sich der Nutzer allerdings sicher, dass die angezeigte Adresse vertrauenswürdig ist, so kann er diese Meldung getrost ignorieren.

Microsoft Edge – Extensions verzögern sich

Wie wir bereits gestern berichteten, wird der neuem Microsoft-Browser, welcher wohl mit Windows 10 parallel zum IE ausgeliefert wird, das Verwenden von Erweiterungen ermöglichen.
Wer aber in der freudigen Erwartung war, dass diese bereits mit der RTM verfügbar sein werden, der wird leider enttäuscht.
Die Vermutung, dass die Erweiterungen nicht rechtzeitig bereit gestellt werden können, hatte bereits im Vorfeld der gestrigen Präsentation die Runde gemacht und wurde im Rahmen der Edge-Vorstellung nun auch von Microsoft so bestätigt.

Um es den Entwicklern auch nach der Veröffentlichung der finalen Version von Windows 10 möglichst einfach zu machen, ihre Erweiterungen für Edge zu erstellen, soll auch hier das “Insider Program” weiterhin zum Tragen kommen.
Zwar solle es laut Microsoft grundsätzlich verhältnismäßig einfach sein, bekannte Erweiterungen anderer Broswer auch für Edge verfügbar zu machen. Doch will der Redmonder Konzern hier offenbar auf Nummer sicher gehen.

Hinsichtlich des “Insider-Programs” ist inzwischen bekannt, das Teilnehmer des Programms, sich auf einen Update-Zyklus von etwa 2 Wochen einrichten können.

Quelle 1 | Quelle 2