Von explodierenden Akkus und abgebrannten USB Schnittstellen

Jeder hat sicherlich schon einmal darüber etwas gelesen oder davon gehört, hin und wieder passiert sowas, Akkus explodieren oder eine USB Schnittstelle ist abgebrannt. Jüngster Fall ist das ONEPLUS One, bei dem ein Akku explodiert ist.

Nun könnte man vorschnell urteilen und sagen, ja typisch Chinaware, aber ist das schon wirklich die ganze Wahrheit? Denn Chinageräte sind nicht die einzigen die schon einmal explodiert oder abgeraucht sind. Prominente Beispiele sind Apples iPhones und auch Samsungs Galaxy Flaggschiffe.

Beim iPhone gab es schon viele aufgeblähte Akkus, die dann das Gerätegehäuse sprengten. Auch beim iPhone abgebrannte Lightning Anschlüsse, passiert meist durch Nutzung von Drittanbieter Zubehör. Auch weiter bekannt ist das iPhone für den sogenannten Marmeladenbrot Effekt, der dazu führt, dass ein iPhone beim Sturz meist schon beim ersten Mal auf die Display Seite fällt und dadurch das Glas zerstört.

Bei der koreanischen Konkurrenz Samsung sieht es nicht besser aus, auch hier sind schon oft genug USB Schnittstellen abgebrannt und Akkus explodiert. Von seitens der Hersteller heißt es dann immer, verursacht durch Drittanbieter Zubehör. Samsung steht auch für gesprungene Gehäuse und Displays, mit Ermüdung hat dass sicherlich nichts zu tun, sondern sind Spannungen im Material und Fertigungsfehler.

Aber halt mal erwarten wir nicht all dass von billigen China Geräten? Ja, aber und jetzt wird es vielleicht für einige Leser sehr bitter, die sich noch nie gefragt haben, wo denn die ganzen Geräte herkommen. Ob teures Markengerät oder billigen China Gerät, die Unterschiede sind quasi nicht vorhanden, denn in einigen Fällen werden Chinageräte und Markengeräte von ein und der selben Firma in Fernost hergestellt.

So werden Apple Geräte meist von Foxconn hergestellt, ein Billighersteller aus China. Ein 700 Euro iPhone kostet so in der Herstellung nur rund 100 Euro. Aber Hersteller wie Foxconn stellen nicht nur für eine Marke her, sondern für sehr viele. So kommen Dell Rechner oder Microsofts X-Box auch von Foxconn. so ist es nicht verwunderlich das in einer Hinsicht teure Markengeräte eigentlich keine gute Fertigungsqualität haben und zum anderen China Geräte sogar eine sehr hohe Wertigkeit haben.

Dass heißt jetzt aber nicht das China Geräte besser als Markengeräte sind, aber auch nicht anders herum. Qualität hängt nicht von der Marke ab, sondern von der Firma die als Fertiger bestellt wurde. Deutlich wird dass zum Beispiel dann wenn eine Firma für ein Gerät mehr als einen Fertiger bestellt, so auch schon passiert zum Beispiel bei Apple, was zu zwei unterschiedlichen Qualitäten führte.

Aber was bedeutet das nun für uns Käufer und Nutzer? Pauschal Empfehlungen für Marken sind nicht mehr Sinnvoll, vor allem wenn es mal wider eine neue Serie oder ein neues Gerät gibt, dann heißt es abwarten, was Testresultate wieder geben. Und dann bitte nicht verwundert sein wenn es zwar im Vorjahr Bestnoten gab aber nun nicht mehr. Auch sei abzuraten der Meinung zu sein, wenn das Flaggschiff top ist wird auch es auch das Einsteiger Gerät sein. Denn irgendwoher muss ja der Preisunterschied herkommen, dass kann durch die Beauftragung eines billigeren Fertigers der Fall sein.

Zuletzt mal noch auf den Handel eingegangen, bisher kannten wir billige China Geräte nur von Portalen wie eFox und ischatzkiste, aber diese Hersteller aus Fernost wollen uns jetzt doch sehr nah kommen, und bieten schon seit geraumer Zeit ihre Geräte auf uns bekannten Plattformen wie Amazon an. So testeten wir vor kurzem das Icefox X2, hier ist der Name reine Marke aber ist selbst kein Fertiger. So war es uns nicht wirklich verwunderlich dass das X2 kein Einzelkind ist. Dass also genau dieses Gerät auch unter anderen Namen zu finden war.

Halten wir auch immer im Kopf fest, in Asien ist vieles anders, wenn wir im Westen von Raubkopien sprechen, sehen das die Chinesen anders. Die Kopie ist größte Art der Bewunderung, unter dem Motto, kopieren Chinesen westliche Technik.