Back Side Illumination – So wird heute fotografiert

Viele Hobbyknipser kennen das sicherlich, abends unterwegs und man will ein Foto machen – dann kommt man nach hause, begutachtet seine Fotos und stellt fest, das alle Fotos zu dunkel sind, mächtig rauschen, oder gar der Blitz ein grauenhaftes Szenario angerichtet hat. Und dann kommen die Fragen “Aber mein Bekannter hat doch mit seiner Kamera perfekte Fotos gemacht, warum sind nur meine nichts geworden?” Das Zauberwort heißt hier “Back Side Illumination kurz BSI (Rückwärtige Belichtung)”.

backside-illumination-camera

Was aber genau ist eine Rückwärtige Belichtung und warum braucht man diese?

Am einfachsten könnte man es mit dem Auge einer Katze vergleichen, aber technisch gesehen ist es doch etwas komplizierter.

Vorweg sollte erwähnt werden das BSI bei C-MOS und CCD Sensoren möglich ist.

Ein Photosensor ist in mehrere Schichten aufgebaut, wobei der lichtempfindliche Siliziumkristall sich im hinterem Bereich des Sensors befindet  (Ähnlich wie die Netzhaut/Retina des menschlichen Auges). Bei Front Side Illumination absorbieren die übrigen vorderen Schichten bereits einen Großteil des Lichtes und lassen weniger Licht durch. Also kam man auf die Idee den Sensor umzudrehen, was die Herstellung zwar aufwendiger macht aber zu einem wirksamen Ergebnis führt.

bsi-fsi(Bild: www.digitalkamera.de)

Das Ergebnis ist ein vollwertig belichtetes Foto, das selbst ohne Blitz eine sehr gute Qualität aufweist. Kameras die sich auf diese Methode spezialisiert haben schlachten diesen Effekt sogar irr-realistisch aus. Aufnahmen die in absoluter Dunkelheit ohne Blitz gemacht wurden sind auf einmal Taghell.

Wer so eine Kamera sein Eigen nennen kann, wird sicherlich bei Freunden und Bekannten mit seinen Fotos einen starken Eindruck machen können, schnell kommen dann Fragen welche teure DSLR Ausrüstung da zum Einsatz kam.

Hier ein paar Bilder die den Unterschied zeigen:

bsi-ohne bsi-mit(Copyright: www.mobilenote.de)

Wie erkenne ich Kameras die einen BSI Sensor haben?

Meist nur am Namen bzw. wenn man weiß hinter welcher Benennung sich BSI verbirgt. Einfach wird es wenigstens dann, wenn es im Datenblatt eines Gerätes angegeben wird.

Beispiele:

SONY – Geräte mit Exmor R Sensor

Canon – Geräte der “HS-Serie”

NOKIA – Geräte mit PureView Kamera

HTC – Vereinzelte Geräte (vorwiegend neue), Datenblatt beachten

Nikon – ein Großteil der neuen Geräte, Datenblatt beachten

[Alle Angaben ohne Gewähr, Irrtümer vorbehalten]

Bild: via