Bist du Handysüchtig?

Wie wir bereits in einem Artikel festgestellt haben, gibt es immer mehr Leute die nicht ohne ihr Smartphone leben können. Da stellt sich natürlich schnell die Frage nach einem krankhaften Verhalten, ob man Handysüchtig ist.

Hier wurde von idowa drei Fragen an Maria Claus (von der Caritas Suchtberatung in Straubing) gestellt, wie sich die Sucht darstellt.

Frau Claus, woran erkennt man eine Sucht?

“Da gibt es mehrere Merkmale. Zum einen kommt es zu einem Kontrollverlust. Man kann nicht mehr mit dem Suchtmittel aufhören oder es weglegen. Zum anderen wird man häufig von anderen darauf angesprochen. Im Falle der Handysucht darauf, dass man ständig telefoniert oder Kurznachrichten verschickt. Oft benutzt man das Suchtmittel auch, wenn es einem schlecht geht.”

Wie kann man gegen eine Sucht vorgehen?

“Bei einer Alkohol- oder Drogensucht kommt man in eine stationäre Entwöhnungsklinik. Dort wird der Körper erstmal entgiftet. Aber viel wichtiger ist, dass man sich psychisch mit seiner Sucht auseinandersetzt. Man muss wieder lernen, wie man sich mit Problemen auseinandersetzt und sich wieder in die Situation ohne Suchtmittel hineinversetzen. Dabei trifft man auf die Frage: Was ist mir wichtiger? Ein Leben mit dem Suchtmittel oder ein Leben ohne, also ein Leben, in dem ich mich viel lebendiger fühle.”

Gibt es so etwas wie eine Handysucht?

“Eine Handysucht an sich ist nicht definiert. Aber natürlich kann sich ein suchtähnliches Verhalten entwickeln. Die Frage ist nur, wie man eine Sucht genau nachweisen kann. Dazu müsste man ergründen, wie es sich anfühlt, ohne das potentielle Suchtmittel, also das Handy, zu leben.”

Man sollte eine etwaige Sucht nicht verharmlosen, und wenn Freunde wirklich mal darauf hinweisen, sich mit der Thematik auseinandersetzen. Seit ihr selbst betroffen nehmt diese Hinweise von Freunden ernst, und geht zu einer Suchtberatung. Habt ihr Freunde die betroffen sind, macht ihnen klar was wichtig im Leben ist aber bedrängt sie nicht.

Ob du gefährdet bist kannst du in einem Test heraus finden >>>

Noch einen persönlichen Rat, bitte verwechselt Handysucht nicht mit Borderline Syndrom.