Joyn for Android – Konkurrenz für WhatsApp und ChatON

Einst galt die SMS-Alternative WhatsApp als unangefochtener Platzhirsch unter den SMS-Alternativen.
Samsung hatte mit ChatON ein erstes Gegenstück zu WhatsApp geschaffen.

Nun legt die Deutsche Telekom mit dem Dienst Joyn nach.

Mit diesem Messaging-Dienst für Android bietet das Unternehmen eine weitere Alternative zur gewöhnlichen SMS.
Bereits seit Juni 2012 wird dieser Dienst vom Mobilfunk-Provider Vodafone angeboten.

So steht inzwischen bereits für alle Android-Geräte mit Android 2.2 und höher eine entsprechende Beta-Version im Google Play-Store zum Download bereit. Versionen für iOS, Windows Phone 8 & BlackBerry 10 sollen noch folgen.

Die Hersteller Nokia, LG, HTC, Samsung und SONY wollen eine eine entsprechende App bereits ab Werk auf künftigen Smartphones vorinstallieren.

Entwickelt wurde der Dienst von der Industrievereinigung der internationalen Mobilfunkanbieter.
Ziel dieser Entwicklung ist es dabei, die zunehmenden rückläufigen Einnahmen aus dem SMS-Versand zu kompensieren.

WhatsApp hat bereits vorgemacht, dass sich auf diesem Wege durchaus nicht unerhebliche Einnahmen erzielen lassen. So verlangen die Anbieter von WhatsApp nach den ersten 12 Monaten eine Jahresgebühr von 2,-€. Dies entspräche dem Versand von ca. 25 SMS.

So haben die Mobilfunkanbieter inzwischen selbst den Trend erkannt und springen nun ebenfalls auf den Zug der Messaging-Dienste auf.

Ähnlich wie bei WhatsApp oder ChatON ist auch bei Joyn keine Anmeldung erforderlich und der Dienst integriert sich automatisch in das Adressbuch des Smartphones.
Ebenso seien Gruppenchats und Video-Telefonie mit Joyn möglich.

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“Joyn ist besonders einfach zu nutzen. Perspektivisch werden sich Kunden keine Gedanken machen müssen, welcher ihrer Kontakte welchen Dienst nutzt und wer wie am besten zu erreichen ist. Die Dienste funktionieren auch über Netzbetreibergrenzen und Betriebssysteme hinweg”, erklärte Niek Jan van Damme, Telekom-Vorstand für das Deutschland-Geschäft.

Um den Dienst optimal nutzen zu können, plant T-Mobile zusätzlich, einen entsprechenden Tarif bereit zu stellen, der eine Daten-Flat oder eine netzübergreifende SMS-Flat bietet.

Im Gegensatz zu anderen Diensten, soll bei Joyn das Adressbuch lediglich lokal gespeichert werden und somit nicht an einen externen Server gesendet werden. Die Übertragung per WLAN soll zur Einführung allerdings zunächst noch unverschlüsselt erfolgen. Dies soll allerdings bis zum Sommer behoben sein.

Laut Telekom soll der Dienst bis zum 31. August 2013 allen Prepaid- und Vertagskunden kostenlos zur Verfügung stehen.
In Tarifen mit Sprach-, Daten- oder SMS-Allnet-Flats sei der Dienst dann auch weiterhin ohne zusätzliche Kosten nutzbar.