Microsoft plant neuen Browser für Windows 10 – Browser eine Geschichte

Internet Browser sind ja nun nicht neu einige dieser Spezies haben sogar schon viele Jahre auf dem Buckel. Viele haben in ihrer Lebensgeschichte ein starkes Auf und Ab erlebt. Mal war der eine, mal wieder ein anderer der Top Browser. Einige sind auch schon fast verschwunden.

Ein Urgestein ist der Internet Explorer, immer wieder haben Konkurrenten ihm den Thron streitig gemacht. Aktuell hat er ein großes Problem, er ist trotz seiner stetigen Entwicklung nicht mehr Top. Er hat massig Defizite die Microsoft einfach nicht ausgebügelt bekommt. Er ist einfach zu langsam, zu leistungshungrig, nicht kompatibel genug. Ja sogar die eigne Webseite bekommt der Explorer nicht überall korrekt umgesetzt. Jetzt plant Microsoft den Anschluss an die Konkurrenz und entwickelt für Windows 10 einen neuen Browser, der aktuell unter dem Arbeitstitel “Spartan” unterwegs ist.

Schauen wir uns doch mal den Werdegang an. Das Internet hat ja irgendwann einmal einen Anfang, aber richtig interessant wurde es als Microsoft den Internet Explorer 4 präsentierte. Aber selbst da war der Explorer nicht allein. Der Netscape Explorer der dann kurz drauf in Version 4.75 erschien machte Microsoft das Leben schwer. Denn zahlreiche PC Zeitschriften mit CD und Telefon-CD baten Netscape an. Es war schon fast wie ein Geheimtipp: Hol dir Netscape. Und tatsächlich war er zu dieser Zeit der beste Browser mit dem besten Komplettpaket. Inklusive Mailprogramm und Composer, entwickelte sich Netscape zum neuen Liebling der Nutzer.

Als dann Windows 2000 kam, der erste Versuch, die Ära Windows 98 (das noch auf DOS lief) zu beenden, kam auch ein neuer Browser, der Internet Explorer 5.0. Doch weder konnten NT noch 98 Nutzer damit überzeugt werden. Ergo kam kurz drauf doch noch Windows ME mit Internet Explorer 5.5 und konnte einiges gut machen. Doch erst mit Windows XP, die Vereinigung von NT und DOS basierenden Windows, mit dem Explorer 6.0 hatte Microsoft wieder den Thron inne.

Doch das was Anfangs ein Siegeszug für Windows XP und IE 6.0 war, entwickelte sich zum Problem für folgende IE Versionen. Die Miesere von Vista tat sein übriges. Keiner wollte von XP weg, die Nutzer waren zufrieden, aber bei den Browsern gab es längst eine Revolution, die selbst Netscape zu Geschichte werden ließ. Da es gerade noch die Zeit der Single Core CPUs war, aber Vista und dessen IE 7.0 zwingend einen Dualcore oder besseren CPU brauchte, entschieden sich viele für Firefox, der auch in der aufstrebenden Programmiererszene zur Nummer 1 wurde.

Microsoft hatte aufs falsche Pferd gesetzt, deutlich macht das auch die extrem lange Entwicklung von Vista. Vista sollte eigentlich viel mehr können als das was dann offiziell kam. Doch die nötige Leistung war bei dem Nutzern schlicht weg nicht vorhanden. Und als dann Vista kam paarte die PC Industrie Vista mit Single Core Celeron CPUs. Eine tödliche Mischung, die dazu führt, das es zum Downgrade Angebot auf XP kam. IE 7 und IE 8 konnten sich einfach nicht etablieren auf dem Markt.

Eine Lücke die Firefox nicht schließen vermag, nahm sich Google mit dem Chrome Browser an. Er hatte nicht viele Funktionen aber er war und ist es noch der schnellste Browser, der gerade durch sein simples Erscheinungsbild überzeugte. Ganz nebenbei bat Chrome auch die höchste Kompatibilität für Webseiten an, ja sogar besser als Firefox. Doch für Entwickler war gerade der Firefox die Nummer 1 geblieben, was natürlich seinen weit entwickelten Addons zu verdanken ist. Aber für einfache Nutzer war Chrome in Kombination mit der nun Nummer 1 Suchmaschine Google fast schon eine Offenbarung.

In ihrer Geschichte der Browser gab es aber auch noch weitere Konkurrenz, einer ist Opera, ein Browser der etwas anders ist. Und gerade dass macht ihm zur beliebtesten Alternative, denn es war die Zeit in der man 2 Browser nutze, falls einer mal was nicht könnte, war dann noch der zweite da. Und dann gibt es noch Safari, dieser ist weder schnell noch gut, er ist einfach der Standardbrowser von Apple. Dies bescherte ihm natürlich Marktanteile. Aber auch Opera war oft bei Apple im Einsatz. Und Opera hat auch mobile seine Freunde finden können, da er das Komprimieren der übertragenen Daten sehr gut umsetzt.

Heute ist Chrome die Nummer 1, auch wenn Microsoft mit IE 9, IE 10 und IE 11 neue bessere Browser anbietet und deren Kompatibilität verdoppelte und verdreifachte, ja sogar einen Kompatibilitätsmodus anbietet, hängt Microsoft noch immer hinterher. Ob nun, wenn dann Windows 10 kommt, und einen nagelneuen Browser mit sich bringen soll, alles besser wird, bleibt abzuwarten. Denn nicht selten hat Microsoft mit mit neuen Versionen regelrecht überworfen. Doch das Resultat war immer wieder das gleiche, Gut aber nicht Gut genug.

Eine Statistische Auswertung gibt es in meinem Artikel: Browser Statistiken