Windows 10: Consumer Preview ab sofort (auch in Deutsch) verfügbar!

Erst kürzlich hatte Microsoft die neue Windows 10-Consumer Preview offiziell vorgestellt, nun steht diese auch zum Download bereit.
Wer bereits eine der vorherigen offiziellen Builds genutzt hat, der kann die neuste Version über die integrierte Update-Funktion beziehen.
Diese trägt die Build-Nummer 9926.

Da es sich bei dieser Aktualisierung um ein sog. “In-Place-Upgrade” handelt – das System somit ausgetauscht wird – kann der Update-Vorgang etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen.
Dabei wird die neue Build über alle Release-Kanäle angeboten.

Wer allerdings einer der ins Netz gelangten inoffiziellen Builds nutzt, der wird nicht umhin kommen, sich die 3,02 GB bzw. 3,92 GB große ISO-Datei herunter zu laden und eine saubere Neuinstallation vorzunehmen.

Die deutschen ISO-Images können ab sofort hier herunter geladen werden.

Neben der Deutschen Sprachversion steht die neue Preview in folgenden Sprachen zur Verfügung: Engisch, Chinesisch, Portigiesisch, Französisch, Russisch, Japanisch, Italienisch, Niederländisch, Spanisch, Polnisch, Türkisch, Schwedisch, Tschechisch, Arabisch, Koreanisch, Finnisch und Thai.

Um die Preview zu aktivieren, steht folgender Lizenz-Schlüssel zur Verfügung:

NKJFK-GPHP7-G8C3J-P6JXR-HQRJR

Das Folgende Video zeigt die Neuerungen der aktuellen Build:

Die Neuerungen im Detail:

Cortana-Sprachsuche auf dem Desktop:

Vergleichbar mit Google Now hält nun auch Microsoft’s sprachgesteuerte Suche Einzug in die Consumer-Preview und erhält einen festen Platz auf der Windows-Taskbar.
Aktivieren lässt sich “Cortana” mit einem Klick auf das Mikrofon.Alternativ kann man aber auch in den Cortana-Einstellungen die “Freihand-Funktion” aktivieren. Anschließend wird Cortana bereits aktiviert, wenn man “Hey, Cortana!” sagt. Dies kommt der “Ok, Google!”-Funktion gleich.

Nach Angaben von Microsoft soll Cortana dabei auch lernfähig sein.
Allerdings ist Cortana auch in dieser Build wohl nur in englischer Sprache verfügbar, soll aber in anderen Sprachen ebenfalls funktionieren.

cortana

Überarbeitetes Startmenü:

Bereits mit den ersten Vorabversionen führte Microsoft das von vielen Nutzern gewünschte Startmenü wieder ein.
Dieses hat Microsoft in der aktuellen Consumer-Preview nochmals überarbeitet.

So kann der Anwender zwischen Menü- und Vollbild-Ansicht wechseln.
Wer also bereits doch den Start-Screen lieb gewonnen haben sollte, wird diesen auch weiterhin nutzen können.
Eine neue Besonderheit ist dabei der So genannte Tablet-Mode.
Bei sog. “2-in-1-PCs” erkennt Windows automatisch, welche Darstellungsweise geeigneter ist.
unter der Haube wurde nun auch die Unterstüzung für XAML integriert, was Entwicklern von Apps zugute kommen soll.

Offenbar seien die Anpassungen am Startmenü noch nicht abgeschlossen, so dass noch neue Funktionen in weiteren Builds hinzu kommen könnten.
So sollen beispielsweise noch Transparenzen (Stichwort: “Aero”), “Drag & Drop”, Jump-Lists und Größenanpassungen Einzug halten.

“Continuum”:

Dies ist praktisch der Unterbau, der den nahtlosen Wechsel zwischen Desktop- & Tablet-Mode auf Geräten wie dem Surface Pro 3 ermöglicht.
Dabei erkennt das System automatisch, wann eine optionale Tastatur angeschlossen wird und fragt, welcher Modus genutzt werden soll.
Darüber hinaus lassen sich sowohl Desktop-, als auch “Modern”-Apps im Fenster- oder Vollbild-Modus nutzen.
Somit lassen sich auch Desktop-Apps mit einem einfachen “Wischen” von oben nach unten schließen.

“Systemsteuerung” und “PC-Einstellungen” werden eins:

Nutzer von Windows 8.x werden es kennen.
Will man Einstellungen im System abrufen oder Updates abrufen, so gab es bisher immer zwei Wege dafür.
Mit den neuen “Einstellungen” wird nun die altbekannte Systemsteuerung vollständig in das neue Bedienkonzept integriert.

Um ein einheitliches Konzept zu realisieren, wurde die Startseite der Einstellungen erheblich vereinfacht.

SettingsDrahtlose Audio- und Video-Übertragung:

Gerade Nutzer von Tablets kennen es, dass sie einen Film oder einen Song auf ihr netzwerkfähiges TV-Gerät oder Bluetooth-Lautsprecher streamen möchten und dabei auf Kabelsalat verzichten wollen.
Mit der neuen Windows 10 Consumer-Preview soll genau dies möglich sein.
So soll über das neue “Action Center” problemlos eine Verbindung via Bluetooth oder Miracast hergestellt werden. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass das Empfangsgerät dies unterstützt.

Unabhängig davon, ob kabelgebunden oder drahtlos, lässt sich der Desktop auf das TV-Gerät duplizieren oder erweitern.

connect

Neue Foto- & Karten-App:

Microsoft hat es sich auch nicht nehmen lassen, die integrierte Foto-, sowie Karten-App zu überarbeiten.
Dabei könnrn sowohl Fotos, welche lokal auf dem PC liegen angezeigt werden, als auch solche, die man auf OneDrive hinterlegt hat.Darüber hinaus soll eine Bearbeitungsfunktion enthalten sein. Die Möglichkeit, Alben zu erstellen, soll spter noch nachgereicht werden.

Neuer Store (BETA):

Auch dem Store haben sich die Macher aus Redmond gewidmet und diesen überarbeitet.
Dabei ist die vorliegende Beta-Version neben der aktuellen Version als grau hinterlegte Kachel zu finden. Die offizielle Version des Stores besitzt weiterhin eine grüne Kachel.
Die Beta hat dabei ein neues Design erhalten, welches sowohl der Nutzung auf Tablets, als auch auf PCs oder Smartphones gerecht werden soll. Diese kann ebenso im Fenstermodus genutzt werden, enthält allerdings vorerst nur Basisfunktionen.
Ebenso soll die aktuelle Build auch Apps unterstützen, welche bereits unter Windows 8.x liefen. Umgekehrt funktioniert dies allerdings nicht.

Überarbeitete X-BOX-App:

Auch die X-BOX-App wurde überarbeitet.
Details zu den Neuerungen dieser App können hier nachgelesen werden.

Neuerungen, die durch Nutzerfeedback eingeführt wurden:

Dieses Mal hat Microsoft wohl besonders auf die Rückmeldungen der Nutzer Wert gelegt und dementsprechend einige gewünschte Neuerungen integriert.

So ist Microsoft beispielsweise dem Wunsch nach mehr untersützten Sprachen nachgekommen und bietet somit u.a. auch nun eine deutsche Sprachversion an.

Bereits in Windows 8.1, aber auch in den bisherigen Windows 10-Builds hatten Nutzer die fehlende Fortschrittsanzeige bemängelt.
Mit der aktuellen Vorabversion wird dem Nutzer künftig angezeigt, wie weit der Download einer neuen Build voran geschritten ist.

Ebenso klagten Nutzer über die etwas unpraktische Verwendung der Tasten-Kombination ALT+TAB bzw. das Fehlen der Virtuellen Desktops.
Dies hat Microsoft nun optimiert und bedeutend angenehmer gestaltet.

Für den europäischen Raum eher uninteressant, dennoch nennenswert ist die Unterstützung des persischen Kalenders.

Mancher Nutzer möchte gerne einen bestimmten Ordner beim Aufruf des Windows Explorers öffnen.
Mit der hiesigen Vorabversion kann nun individuell festgelegt werden, welcher Ordner geöffnet werden soll.

File_Explorer_SettingsFür manchen Nutzer stellte es offenbar ein Problem dar zwischen dem “Vollbildmodus” und dem “Hamburger-Style” geöffneter Apps zu wechseln.
Dies wurde seitens Microsoft nun vereinfacht.

Nutzer, welche die voran gegangenen Builds nicht als virtuelles System installiert haben, dürften wohl bemerkt haben, dass auf ihren Tastaturen die entsprechenden Lampen für “Caps-Lock”, NUM-Lock” bzw. “Scroll-Lock” nicht funktionierten.
Dieser Fehler wurde nun behoben.

Bekannte Probleme der Consumer Preview:

Da es sich auch bei dieser Version noch immer um eine Vorab-Version handelt, sollte jedem Nutzer bewusst sein, dass auch diese Version noch einige Probleme beinhaltet. Von einer Installation in einer Produktiv-Umgebung ist daher abzuraten!
Microsoft hat sich hierzu ebenfalls geäußert und nennt ein paar bekannte Probleme:

  • Es kann vorkommen, dass dem Nutzer nach jedem Neustart des PCs ein Boot-Menü angezeigt wird. Dies resultiert daraus, dass hier die Möglichkeit geboten wird, Windows 10 zu deinstallieren und einen Rollback zur vormals installierten Windows-Version durchzuführen.
  • Spiele, die via X-BOX-Live bezogen wurden und einen Login erfordern könnten eventuell nicht korrekt laufen.
    Stattdessen erhält man die folgende Meldung:
    xbox-games-errorEin Fix soll allerdings später per Windows Update nachgereicht werden.
  • Batterie-Symbol wird auch auf PCs ohne Batterie angezeigt.
  • Tiles im Start-Menü zeigen verkürzte App-Namen an (z.B. Windows Feedback App).
  • Erhöhter Batterie-Verbrauch u.a. auf dem Surface 3.
  • Erinnerungen können in Cortana nicht bearbeitet, sowie Komplexere Erinnerungen können nicht erstellt werden. Ebenso kann es vorkommen, dass die erste Erinnerung nicht angezigt wird. Jede weitere Erinnerung wird hingegen angezeigt. Erledigte Termine werden nicht in Cortana’s Verlauf hinterlegt.
  • Die Musik-App verschwindet, wenn diese innerhalb der ersten 16 Sekunden nach Start minimiert wird. Um dies zu vermeiden muss man die App lediglich ca. 20 Sekunden im Vordergrund behalten.
  • Eventuell treten Fehler bei der Registrierung des Startmenüs auf, so dass dieses nicht startet.

Wie Microsoft selbst bekannt gibt, soll die Consumer Preview kommenden Monat auch auf entsprechenden Smartphones verfügbar sein.

Wir dürfen also gespannt sein, was sich bis zum Release der finalen Version noch tut.
Wir werden uns die aktuelle Version auf jeden Fall einmal genauer anschauen und hier über weitere Neuerungen informieren.

UPDATE:

Offenbar scheint es Microsoft mit der Behebung von Problemen in der erst vor wenigen Stunden “Consumer Preview” sehr ernst zu sein.
Denn bereiteits wenige Stunden nach Bereitstellung der neusten Build 9926 schiebt Microsoft über die integrierte Update-Funktion ein erstes Update nach.

Dieses soll vor allem Probleme beheben und die Performance des Systems verbessern.
Das Update trägt die Kennung KB3034229 und behebt dabei einige Fehler, die in der Liste bekannter Fehler enthalten ist.
Bezeichnet wird das Update als “Windows 10 Technical Preview January Update Rollup”.

Demnach soll das Update den Fehler mit dem nicht öffnenden Startmenü auf Grund einer fehlerhaften Registrierung des Startmenüs beheben.
Ebenso sollen grafische Darstellungsfehler bei der Verwendung einer Remote-Desktopverbindung  behoben werden.
Darüber hinaus behebt das Update ein Problem, welches gehäufte Abstürze der Explorer.exe verursacht.
Ebenso soll das Hotfix Leistungsverbesserungen des Internet Explorer, sowie Verbesserungen der Akkulaufzeit mitbringen.
Außerdem soll nach Installation des Updates die Migration von Live-VMs zuferlässiger erfolgen, sowie ein Windows-Update-Fehler behoben werden.
Hierbei werden im Update-Verlauf fälschlicherweise Updates gelistet, die erst noch installiert werden müssen.

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