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WLAN 2,4 GHz vs. 5 GHz wie siehts aus?

WLAN ist heute eine der wichtigsten Datenverbindung per Funk. Seine Beliebtheit ist ungebrochen und wird stetig weiter ausgebaut. Mittlerweile sind es nicht mal mehr Computer und Smartphones die darüber funken, auch andere Geräte wie Kühlschränke und Waschmaschinen kommen hinzu, und das ist nicht alles. Die Kurve der Gerätezuwächse steigt und steigt.

Um dieser Flut Herr zu werden wurde nicht nur der 2,4 GHz Funkstandard erweitert, nein ein weiterer der auf 5 GHz funkt kam hinzu. Damit stehen sich zwei Funkbereiche gegenüber, schnell fragt man sich welcher ist denn nun besser(?)

2,4 GHz:

Hier steht ein solides starkes Netz mit 13 Kanälen. Doch die Funklast ist hoch und man sucht nicht selten nach einem Kanal der von der Nachbarschaft nicht so stark genutzt wird. Die Kanäle überlappen sehr stark, daher hat man mit den Kanälen 1, 5, 9 und 13 einen überlappungsfreien 20-MHz-Kanalschema Standard ins Leben gerufen. Damit kann die Überlappung zwar eingegrenzt werden, aber die Nutzerflut nicht.

5 GHz:

Hier kommen in der EU noch mal 19 Kanäle (USA 12, Japan 4) hinzu, die es erlauben ein noch nicht so stark frequentiertes Band zu nutzen. Aber hier gibt es auch Nachteile und Dinge die zu beachten sind. Die Kanäle liegen hier weiter auseinander was eine Überlappung vermeidet. Wer beide Standards zu hause hat wird bemerkt haben das der Empfang im 5 GHz Bereich nicht ganz so stark ist wie der im 2,4 GHz Bereich, aber für den In-Door-Bereich ist das völlig ausreichend. Denn im Out-Door-Bereich das der 5 GHz Standard nicht eingesetzt werden. Wer dagegen verstößt muss mit empfindlichen Strafen rechen. Somit kommt man hier vom 2,4 GHz Bereich nicht weg.

Das Prinzip kennen wir vom Radio, mit UKW kann man grade mal nur einen Regionalen Bereich abdecken, während man mit Langwelle rund um den ganzen Erdball kommt.

Somit muss man nun zum Resultat kommen, das beide Bereiche nur miteinander können und nicht gegeneinander. Wir brauchen 2,4 GHz für Out-Door und Richtfunk. Und 5 GHz für den nahen In-Door Bereich.

Wer beides hat, kann aber bei der Nutzung beider Bereiche profitieren. Darauf sind moderne Router bereits ausgelegt. Wer in eigenem Haushalt mehrere Geräte an einem Router nutzt, kann ein Gerät über 2,4 GHz verbinden und ein weiteres über 5 GHz verbinden. Dadurch haben beide Geräte an einem Router volle WLAN Geschwindigkeit. Würde beide Geräte über den selben Bereich verbunden sein müssten sich beide die Geschwindigkeit teilen.

So da wir gerade bei Routern sind, gleich mal mit einem falschen Denken abrechnen. Wer heute einen Router kauft der den WLAN/n Standard hat und mit Geschwindigkeiten von 450 oder 600 oder 900 MB/s wirbt, wird verarscht bzw. es wird nicht gesagt wie es sich mit der angegebenen Geschwindigkeit verhält. Denn in Wirklichkeit sind es nur 300+150 oder 300+300 oder 300+300+300 MB/s. Wobei immer nur maximal 300 MB genutzt werden können. Denn die Geschwindigkeiten können nicht summiert werden. Es stecken dann einfach mehrere HotSpots in einem Gerät. Sinn macht das auch nur wie oben beschrieben, die Geräte im Haushalt auf die HotSpots zu verteilen. Hierfür bieten einige Router Hersteller komfortable Verwaltungs Tools um zum Bsp. jedem Familienmitglied sein Kontingent zur Verfügung zu stellen.

Quelle-Bild: via

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