Google nimmt Internet in Geiselhaft (Cookies, SSL, Flash und mehr)

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Das Internet der Dinge heißt es immer so schön, und das es sich die Jahre über sehr gewandelt hat und noch wandeln wird. Doch der Wandel ist nicht immer natürlich von Statten gegangen, Vor allem einer versucht da gerade mit der Brechstange seinen Willen der Ganzen Welt aufzuzwingen.

Es ist Google, mittlerweile spielt sich das Unternehmen als eine Art virtuelle Polizei und Gesetzgeber in einem auf. Wer sich damit nicht viel beschäftigt und immer nur die einzelnen Meldungen hört, dem wird es nicht so bewusst was da passiert. Google ist Nummer 1 bei den Suchmaschinen, Nummer 1 bei den mobilen Betriebssystemen und hat den meist verwendeten Browser. Das gibt dem Unternehmen eine gewisse Macht, die Google nun auch wahrnimmt. Wer da nicht mitmacht wird bestraft.

Seit letzten Jahr müssen Webseiten die Cookies verwenden, seine Besucher darüber informieren, mobilenote gibt euch zusätzlich noch die Option zu entscheiden ob Cookies für Werbung und soziale Netzwerke abgelegt werden dürfen. Standard Cookies aber benötigt diese Seite für seine Grundfunktion. Eigentlich ist diese Cookie Meldung Unsinn, weil Browser dies und mehr eigentlich selber melden. Doch diese Meldungen sind heut zu Tage unterdrückt, da ansonsten eine ganze Schaar an Meldungen an den Benutzer gehen würden. Moderne Browser haben dazu auch keinen Manager mehr, doch beim Internet Explorer kann man diesen noch ansteuern.

Weiter soll es in diesem Jahr mit SSL gehen, eine Verschlüsselung zur Datenübermittlung. Dieses Thema wird gerade heiß diskutiert. Doch wer braucht schon SSL? Mobilenote hatte bis Ende 2015 eine solche SSL Verschlüsselung, doch ich habe diese wieder entfernt, weil es eigentlich keinen Grund dafür gibt SSL zu verwenden. Diese Seite speichert keinerlei sensibler Daten von euch, daher habe ich mit dagegen entschieden. Und nun will Google alle dazu zwingen SSL einzuführen. Die Argumentation so das Netz sicherer zu machen ist ja nachvollziehbar, aber mit welchen Recht verlangt das nun Google? Wenn dass nun von einer offiziellen Stelle wie der europäischen Kommission kommen würde, dann ist das ja fast einsehbar aber erstens nicht so und zweitens nicht in Zusammenhang mit dem aktuell langen Forderungskatalog. Denn es geht ja noch weiter.

Schon vor ein paar Jahren hat Google die Flashunterstützung bei Android entfernt, um dennoch weiter Flash nutzen zu können braucht man einen Browser wie Flashfox. Auch auf dem PC ist bald Ende denn Google hat angekündigt ab 2017 kein Flash mehr zu unterstützen.

FlashFox - Flash Browser
Entwickler: Mobius Networks
Preis: Kostenlos

Auch wenn sie gering sind, aber es gibt sie doch, Webseiten die komplett als Flash-Seite gebaut wurden. Auch ich hatte mal eine solche Seite online gehabt. Und dann wird oft für Werbung Flash eingesetzt, und ja selbst Google nutzt Flash im Play-Store. Es ist also nicht nachzuvollziehen.

Was kommt als nächstes? Vielleicht dürfen wir bald nicht mehr über unseren Ad-Blocker bestimmen. Aber das ist ein anderes Thema.

Warum kann man den Seitenbetreibern und seinen Besuchern nicht die Freiheit lassen, selbst zu entscheiden wie beide zueinander finden? Um mal zu übertreiben, vielleicht müssen 2020 alle Seite genau gleich aussehen, also in welchem Stil diese gebaut sind. Denn hier greifen ja jetzt schon Leistungstools wie Page-Speed und Page-Rank. Bei ersteren wird z.B. über Bytes gemeckert, und das im Zeitalter von Gigabyte und Terrabyte. Wem dass nicht klar ist, das sind Mechanismen die zur Berechnung von Suchmaschinenergebnissen heran gezogen werden.

Ich finde Google braucht hier baldest einen Dämpfer, ergo die rote Karte. Ein Unternehmen darf nicht bestimmen, wie das Internet von morgen aussehen soll. Es wäre etwas ganz anderes wenn sich einige Gruppierungen auf einem Kongress zusammen setzen würden und sowas beschließen, aber bei Google geht es nur um wirtschaftliche Gründe um der Konkurrenz seinen Weg aufzudrücken. Denn das was Google da fordert hat Google selbst schon vorbereitet, doch die Konkurrenz müsste da erst anfangen und wäre so im Verzug.

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